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Stammbesatzung

Marc & Melanie auf einem Chartertörn vor unserem eigenen Segelprojekt

Die Stammbesatzung bestand zu Beginn aus zwei Personen, dann kam eine dazu: Marc hatte die entsprechenden Ausweise zum Führen von Schiffen und trug somit die offizielle Verantwortung. Melanie hatte sich das Wissen im praktischen Umgang mit der Materie erworben und sprang überall dort ein, wo Not am Mann/Frau war. Und Kyle wurde schon in seinen jünsten Jahren als Jungmatrose in das Leben und die Seefahrt eingeführt.

"Zusammen werden alle Arbeiten erledigt. Zusammen wird auf dem Schiff gelebt. Zusammen wird gesegelt und die Welt erlebt."

Marc - Skipper

Marc Audeoud – ein Name mit Schwierigkeiten, vor allem wenn's ums Aussprechen geht. Es ist vermutlich viel einfacher bei Marc zu bleiben!

Ende der 60er Jahre im Sternzeichen des Skorpions geboren, ein Wasserzeichen durch und durch. Dazu kommt das holländische Blut meiner Mutter, eigentlich naheliegend, dass es mich mal aufs Schiff verschlagen würde. Aber auch mein Vater hat mir seinen Teil vererbt: die Reiselust, Fremdes zu sehen und zu erfahren – vor allem abseits der üblichen Touristenpfade. Dies durfte ich schon in meinen ersten 5 Lebensjahren in Peru miterleben.

Doch als erstes zog es mich nach Elektronik, Elektrotechnik und Informatik in die Lüfte der Welt. Als Linienpilot der Swissair - heute Swiss - setzte ich mich für mehrere Jahre immer wieder mit den Elementen auseinander und hatte das Privileg ab und zu etwas unserer Welt zu sehen (leider jeweils nur für sehr kurze Zeit).

Erst relativ spät schafften wir es, mit meiner Mutter als Skipperin, im Jahre 2000 aufs Meer raus. Aber die 3 Wochen Karibik waren echt toll und setzten den Startschuss zu verschiedenen Segelausweisen: erst den Binnengewässer Segel- und Motorbootschein, dann den Hochseesegelschein. Ebenso erwarb ich mir meine PADI Tauchlizenz. In meinem Beruf gewohnt Vehikel durch die Elemente zu manövrieren, konnte ich einige Fächer wie Rudergehen, Navigation, Meteo und z.T. auch Seemannschaft mehr oder weniger 1:1 in die Schifffahrt umsetzen.

Der Gedanke und die Lust auf eine längere Seereise hatte ich schon länger, aber wie das so geht, wenn man schön etabliert einen tollen Job hat und es eigentlich an kaum etwas fehlt: "ja, ja, ich wechsle dann mit 40 Jahren zu einem Teilzeitvertrag und in meiner Frühpension werde ich dem Segelhobby frönen". Dann geschah das völlig unerwartete: mein Vater, selber erst gerade 61 und bereit für seine Pensionierung, stirbt in einem Verkehrsunfall. Wie schnell kann es doch geschehen! Ist es wirklich gut jene Dinge, welche man gerne machen möchte, auf die lange Bank zu schieben?

Zwei Monate später, während einem super Segeltörn auf den Seychellen, lernten wir mehr über Weltumbeseglelungen. Die Samen waren gesät und die Idee begann zu wachsen. Schon kurze Zeit später beschlossen wir (ich habe das Glück, dass Melanie bei der Idee mitmachte!) den neuen Wunsch auf grosse Segelreise zu gehen zu konkretisieren.

 

Seitdem waren wir eine ganze Weile unterwegs. Wir haben die Vor- und Nachteile kennengelernt und erlebt welche das Langfahrtensegeln mit sich bringt und damit auch die Möglichkeiten und Grenzen. Mit der Geburt unseres Sohnes Kyle während einer Heimatpause in der Schweiz begann ein neues Kapitel, welches wir aber trotzdem zur See begannen. Einige Weichen waren dadurch gesetzt, vorallem auch zeitliche und finanzielle Grenzen klarer abgesteckt.

Melanie - CoSkipperin

Melanie, geborene Wölki - auch dieser Name wird in der Schweiz meistens falsch geschrieben. In vielen Fällen wird Melanie zur Wolke... belassen wir's doch bei Melanie.

Obwohl in recht behüteten Kreisen in Luzern aufgewachsen, bin ich keine klassische Schweizerin. Beide Elternteile sind damals aus Deutschland ausgewandert und haben sich in Luzern eine neue Existenz aufgebaut.

Nach abgeschlossener Handelsschule verbrachte ich ein unvergessliches Jahr als Au-Pair bei der Familie Coy, in Anaheim Hills, ein Vorort von Los Angeles in Amerika. Um ein Haar wäre ich dort geblieben - die so viel grössere Welt hinterliess einen bleibenden Eindruck.

Den Reisevirus habe ich mir aber dann definitiv auf der gemeinsamen Neuseeland-Australien-Reise mit Marc geholt. Seit dem kommt das Gefühl immer wieder auf: Wann gehen wir wiedermal auf eine längere Reise? Pro Jahr schafften wir es doch mindestens einmal 'auf Reise' zu gehen, aber es ist halt immer wieder das selbe: kaum ist man wirklich in den Ferien und hat sich daran gewöhnt, sind sie schon wieder vorüber. Es brauchte daher nicht einmal den Ansatz von Überredung, ich war gleich Feuer und Flamme wieder die Aussicht zu haben auf grosse Reise zu gehen.

Einzig das mit der Seekrankheit bereitete ab und zu noch etwas Kopfzerbrechen - wird das gehen? Werde ich mich daran gewöhnen? Aber Caroline, eine gute Kollegin welche selber schon mehrere Jahre auf See verbrachte, meinte dazu relativ gelassen: weisst du, mit der Zeit gewöhnst du dich daran. Und überhaupt, da gibt es doch die unzähligen Reise- und Seekrankheitsmittel...

 

In der Zwischenzeit haben wir geheiratet und ich habe ähnliche Probleme mit meinem 'neuen' Nachnamen wie Marc. Aber ich erwarb mir auch noch einige Ausweise: nebst der PADI Tauchlizenz den Küsten-Segelausweis und ich absolvierte die Examen für den Hochseesegelschein. Kaum messbar sind jedoch die unzähligen Erfahrungen welche wir zusammen zur See machten.

Kyle - Jungmatrose

Kyle Alec ist unser Nachwuchs, im März 2008 kam er in der Schweiz während einer Heimatpause zur Welt. Seitdem bestimmt er einen beachtlichen Teil unserer Zeit. Trotzdem wollten wir ihm aber die Chance nicht nehmen Anderes zu sehen und zu erleben. In der Natur zur See wollten wir ihm diese Möglichkeit wenigstens für eine Weile geben. Und auch wenn er sich kaum an die Monate auf See erinnert, wissen wir doch, dass er viel lernte.